Black Friday gilt als Beginn des Weihnachtsgeschäftes
 

Jedes Jahr findet am vierten Freitag im November der Black Friday statt – im Jahr 2022 ist es am 25. November so weit. An diesem Tag der besonderen Rabatte können Verbraucher vor allem im Bereich der Technikgeräte attraktive Schnäppchen machen. Ursprünglich sollte mit dem Black Friday das Weihnachtsgeschäft eingeläutet werden.

Erfunden in den USA, hat sich der Black Friday mittlerweile zu einer globalen Rabattwoche entwickelt. Beginnend mit dem Cyber Monday, dem Montag nach dem Black Friday, gibt es bis zum nächstfolgenden Freitag durchgehend außerordentliche Sonderangebote. Vor allem Onlinehändler nutzen die Woche, um mit hohen Preisnachlässen bei bestimmten Produkten auf sich aufmerksam zu machen.

Im Jahr 2020 wurden in Deutschland während der Aktionstage laut Statista rund 3,8 Milliarden Euro im On- und Offlinesegment umgesetzt. Auch wenn die Zahlen 2021 laut verschiedener Erhebungen offenbar etwas geringer ausfielen, ist die wirtschaftliche Relevanz des Black Friday nach wie vor nicht von der Hand zu weisen.

Gut zu wissen: Der Begriff „Black Friday“ ist in Deutschland im Markenregister eingetragen, wobei sich das Unternehmen momentan noch immer im Rechtsstreit über die Namensgebung befindet. Im Bereich der Elektro- und Elektronikwaren und bei zahlreichen Dienstleistungen wurde es jedoch bereits endgültig aus dem Markenregister des DPMA gelöscht, so dass der Begriff problemlos von anderen Unternehmen verwendet werden kann. In anderen Bereichen ist hingegen weiterhin eine Abmahnung möglich. Im Zweifelfall sollte die Rechtsabteilung des Unternehmens kontaktiert werden.

 


Studie: Black Friday lohnt sich auch im B2B
 

Auch wenn der Black Friday seinen Ursprung im Consumer-Bereich hat, können B2B-Unternehmen den Tag und die folgende Verkaufswoche ebenfalls nutzen. Durch eine solche Aktionswoche können die Umsätze signifikant gesteigert werden. Die Berliner Hopp Marktforschung hatte bereits 2018 eine B2B-Umfrage unter 100 Online-Händlern zum Black Friday durchgeführt. Mit eindeutigen Ergebnissen: 70 Prozent der Studienteilnehmer gaben an, dass sie durch Rabattaktionen neue Kunden gewinnen konnten. 57 Prozent der Unternehmen konnten ihre Verkäufe deutlich steigern.. Rund ein Drittel der Händler sieht darüber hinaus im Black Friday eine Möglichkeit, Kunden anzusprechen, die auf anderen Marketingkanälen so nicht erreicht würden.

Da der Black Friday und der Cyber Monday in den vergangenen Jahren noch relevanter geworden sind, dürften sich die Erfahrungen heute kaum ins Gegenteil gedreht haben. Kein Wunder, denn Geschäftskunden sind ebenfalls Verbraucher und für Rabattaktionen während dieser Aktionstage besonders sensibilisiert. Es ist also einen Versuch wert, Produkte oder Dienstleistungen aus dem B2B-Segment ebenfalls zu rabattieren.

So könnten Großhändler aus ihren Bestsellern des abgelaufenen Jahres ihre eigene Black-Friday-Kampagne zusammenstellen. Außerdem besteht die Möglichkeit, Lagerbestände durch Rabattaktionen abzubauen, die zu dieser Zeit besondere Aufmerksamkeit generieren. Noch erfolgversprechender sind personalisierte Rabatte für Bestandskunden, die exakt auf deren Bedürfnisse abgestimmt sind.

Weniger Konkurrenz bei Rabattaktionen
 

Wichtig ist es aber auch, die Sonderangebote zum Black Friday bekannt zu machen. Im B2B-Segment ist es zwar aufgrund der geringeren Konkurrenz einfacher, mit solch einer Aktion hervorzustechen. Dennoch sollten entsprechende Kommunikationsmaßnahmen über Newsletter und Social-Media-Kanäle in Gang gesetzt werden.

Und last but not least: Unternehmer sollten ihre Website auf einen vorübergehenden Anstieg des Kundenverkehrs technisch vorbereiten. Mit einem Check-up, gegebenenfalls durch einen externen Dienstleister, lässt sich überprüfen, ob das System in der Lage ist, Traffic-Spitzen am Black Friday und Cyber Monday zu verkraften. Es sollte sichergestellt werden, dass die Website nicht zusammenbricht. Und natürlich muss auch der Kundensupport dementsprechend personell gut aufgestellt sein, um alle Anfragen angemessen bearbeiten zu können. Denn machen Käufer zu dieser Zeit negative Erfahrungen, können sich diese auch auf das weitere Weihnachtsgeschäft auswirken.

Übrigens: Falls für den Black Friday und das folgende Weihnachtsgeschäft erhöhter Bedarf an Materialien besteht, den die Stammlieferanten nicht decken können, finden Sie auf der führenden B2B-Plattform wlw zahlreiche Alternativen.
 

Einkäufer-Newsletter abonnieren

Ob Branchen-Insights, Praxistipps, aktuelle Whitepaper oder anstehende Webinare für den B2B-Großhandel: wlw ("Wer liefert was") hält Sie up-to-date: