Banken leiden unter hohem Wettbewerbs- und Kostendruck

Die Folgen der Finanzkrise von 2008 machen den Geldinstituten noch heute zu schaffen. Dazu gehören beispielsweise einengende regulatorische Vorgaben sowie Compliance-Regeln. Außerdem sehen sie sich im Zuge der Digitalisierung mit Fintechs und den GAFAs – also Google (beziehungsweise Alphabet), Apple, Facebook und Amazon – ungewohnten Wettbewerbern gegenüber. Technologie ändert das Verhalten und die Ansprüche der Kunden. Gleichzeitig bekommen Banken Kostendruck durch die lange Niedrigzinsphase. Aus all dem ergibt sich für sie eine große Dynamik: Sie müssen sich schnell anpassen und neue Geschäftsmodelle entwickeln.

Das geht nicht von heute auf morgen. Deshalb setzen viele kleine und große Unternehmen im Finanzsektor den Hebel noch an anderer Stelle an. Dazu zählt der Einkauf. Strategisch geplant und geschickt verwirklicht, verspricht er nennenswertes Einsparpotenzial.

Optimierung des strategischen Einkaufs als Mittel zur Gewinnmaximierung

Das Procurement ist ein erheblicher Kostenfaktor im Bankwesen. Klassischerweise ist es bei den einzelnen Abteilungen angesiedelt, die ihren Bedarf auf eigene Rechnung decken. Auf diese Weise gehen dem gesamten Unternehmen Vorteile durch Mengenrabatte verloren. Ein zentraler Einkauf indes kann größere Chargen bestellen, wenn er die Nachfrage bündelt. So ist es sinnvoll, beispielsweise Notebooks auf einen Schlag für mehrere Unternehmensteile zu ordern. Auf diese Weise lassen sich mit den Lieferanten bessere Konditionen und Rahmenverträge vereinbaren.

Modernes Bank Procurement führt also den Einkauf von Fachabteilungen zusammen und entwickelt eine langfristig angelegte Beschaffungs- sowie Lieferantenstrategie. Das Ergebnis sollte eine gesteigerte Produktivität bei einer gleichzeitig weitreichenden Planungssicherheit sein.  Voraussetzung ist eine gewissenhafte Überprüfung und Optimierung sämtlicher Einkaufsprozesse.
 

Aktuelle Trends im Bank Procurement

Will sich Bank Procurement zum Innovationsmotor im Unternehmen aufschwingen, kann es sein Beschaffungs- und Lieferantenmanagement zu einem Element einer übergreifenden Strategie für das Warengruppenmanagement machen.

Auch möglich: eine Aufteilung nicht nach Waren, sondern nach Geschäftsbereichen. Diese Variante bietet sich an, wenn viele unterschiedliche Projekte umzusetzen sind. Sonst wären übergreifende Skaleneffekte für eine weitreichende Standardisierung im Einkauf kaum zu erzielen.

Beide Lösungen erfordern versierte Kräfte, die als Mittler zwischen Warengruppenmanagern und Geschäftsbereichen dienen. Diese hochprofessionellen Teams müssen das Betriebsmodell gut kennen und mit den geschäftlichen Herausforderungen vertraut sein.

Ebenso wichtig für effektives Bank Procurement ist eine Software, die ihre menschlichen Kollegen maßgeblich unterstützt. Sie muss über Schnittstellen zu sämtlichen Stakeholdern verfügen. Dazu gehören idealerweise auch die Lieferanten. Das Tool sammelt über seine Kanäle Daten, erteilt Orders automatisch, organisiert und steuert die Logistik sowie Enterprise Resource Planning (ERP). Aufgrund der zahlreichen, dabei generierten Informationen kann das sogenannte E-Procurement Analysen anstellen, Schwachpunkte in Lieferketten melden und den gesamten Einkauf optimieren.